Wandern Fische flussabwärts, geraten sie bei Kraftwerken oft in gefährliche Turbinen. An der ETH Zürich testen Forscher nun mit einem grossen Modell, wie die Tiere daran vorbeigelenkt werden können.
Der Fisch stemmt sich gegen die Strömung. Die Barbe spürt, dass etwas nicht stimmt. Sie schwimmt im Wasserkanal wieder hoch und lässt sich erneut hinuntertreiben. Den Kopf strömungsaufwärts, tastet sie mit der Schwanzflosse an den Stabelementen, die das Wasser umlenken und Wirbel erzeugen. Dank den Elementen soll der Fisch den Weg in den Bypass finden. Schwimmt er hingegen durch die Stäbe des Leitrechens, würde er in der Turbine eines Flusskraftwerkes landen. Auf dem Hönggerberg an der Versuchsanstalt für Wasserbau (VAW) der ETH Zürich gibt es allerdings keine Turbine, denn es handelt sich nur um einen Versuch. Mit dem knapp zwei Meter breiten und 30 Meter langen Modell wollen die Wissenschafter der VAW und des Eidgenössischen Wasserforschungsinstituts (Eawag) die Wirkung von Leiteinrichtungen in einem Fluss mit Fischen erforschen.